Die Populikultur in Deutschland

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Allgemeine Situation seit dem letzen Weltkrieg.

 Seit mehr als 30 Jahren kuemmert sich die Bundesregierung um das bedeutende deutsche Holzdefizit. 50% des verarbeiteten Holzes wird importiert, sei es als Lang -, Rund-, Stammholz oder als Halb-oder Fertigfabrikate. Dies ist auf zwei Ursachen zurueckzufuehren: der relativ geringe Anteil an Waldflaeche im Bundesgebiet und deren Ueberausbeutung (Raubbau) waehrend des Krieges. Um die Produktion zu erhoehen, wurden vor 35 Jahren Kulturen entwickelt, in denen man bevorzugt harzreiche Holzarten anbaute, in der Annahme, dass diese sich schneller und reichlicher entwickeln koennen. Man wandte sich jedoch auch der Pappel zu. Aber diese entsprach den Entwartungen nicht ganz. Heutzutage bedecken Neuanpflanzungen nur 57.800 ha, also 2,3% der gesamten Waldflaeche und die Ausbeute ist gering: 105.000 m3 Bau-und 150.000 m3 Industrieholz bei zunehmender Nachfragetendenz.

Bei der Pappel wie bei anderen Baumarten handelte es sich oft um eingefuehrte Spezies. Die natuerliche Pappel-Flora war durch die Eiszeit geschwaecht worden. Pappelkulturen, die man versuchte zu vergroessern, bestanden grossenteils aus von Frankreich eingefuehrten euro-amerikanischen hybriden, vor allem im Laufe der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts, jedoch von sehr unterschiedlicher Guete.

Verbesserungsversuche waren seit 1930 unternommen worden, zunaechst durch von Wettstein in Langenberg, dann durch W. Langner in Schmalenbeck bei Hamburg; spaeter nach dem 2. Weltkrieg hat sich das "BRÜL-INSTITUT" in der Naehe von Koeln unter Leitung von W. Mueller fuer die Pappel-Forschung spezialisiert. Dieses Institut hatte der "Deutsche Pappelverein" gegruendet. Es handelte sich hierbei um eine Gruppe Freiwilliger der Forst-Verwaltung sowie des Strassen-und Wasserbaus, der Landwirtschaft und auch von Kaufleuten und Industriellen der Holzwirtschaft. Diese Gruppe hatte lokale Verbaende in Baden-Wuertemberg, Bayern, Hessen, und Nordrhein-Westfalen geschaffen. Sie war eng verbunden mit dem Pappelverein der Bundesrepublik Deutschland. 1947 schloss sie sich der DPV einem anderen Verband an: der "Lignikultur".

Der DPV hatte sich folgende Ziele gesetzt:

- die Arbeit des BRÜHL-INSTITUTES in eine allgemein verstaendliche Form zu bringen.
- eine Art "Marken-Bezeichnung" zu formulieren, die eine Vermehrung des Pflanzen-Materials garantieren soote, ein Zertifikat, das auf einer Kontrolle der Pappelkulturen basieren sollte, die von den professionellen Zuechtern akzeptiert wurde, obwohl es sich bei dem DPV nicht um eine staatliche Einrichtung handelt. Erst nach 1960 konnte die Taetigkeit des DPV entscheidende Ergebnisse vorweisen.

Ohne eine solide Basis abzuwarten, war die Pappelzuechtung ein zu grosses Risiko eingegangen. Sehr zahlreiche Anpflanzungen waren eingegangen, weil die Boeden ungeeignet oder die Baeume nitch kraeftig genug waren. Das BRÜHL-INSTITUT musste inzwischen feststellen, dass die Spezies "Robusta" (neben anderen hybriden ueberwiegend) sich nur selten fuer Anpflanzungen in der Bundesrepublik eignete. Sie hatte zunaechst einen betraechtlichen Platz eingenommen: 58% der 1954 angepflanzten Pappeln; der Anteil verringerte jedoch sehr schnell; seit 1960 betraegt er nicht mehr als 7-10%.

Spater wurde das BRÜHL-INSTITUT nach Hannoversch-Muenden in Hessen versetzt und an die Stelle des DPV trat der "Verein fuer Entwicklung schnell wachsender Pappelarten" unter Obhut des Hannoversch-Muendener Institutes, das sich nun "Institut fuer Entwicklung schnell wachsender Pappelarten" nannte. Es handelte sich hier um eine staatliche Einrichtung, die nun eine sichere Kontrolle der Pappelkulturen uebernahm; sie war zustaendig fuer die gesamte lebende Waldsubstanz. 1971 wurde das Hannoversch-Muendener Institut verwaltungs-maessig dem "Hessischen Institut fuer Forstpflanzen-Zuechtung" angegliedert.

Hessiches Institut fuer Forstpflanzen-Zuechtung.

(Heute "Nordwestdeutsche forstliche Versuchsantalt")

Seine Ziele sind:

- sich um die vermehrte Nachfrage nach Holz zu kuemmern und die Verbesserung von Waldsubstanz.

- Ertrag, Widerstandsfaehigkeit and qualitaet beim Holz zu erhoehen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen fuer Entwicklung von gesunden und ertragreichen Pappelkulturen ist Samen und Jungpflanzen von grossem genetischen Wert zu erhalten, die sich fuer alle Waldtypen eignen. Nach einem Beginn unter einfachen Bedingungen wurde 6 Jahre spaeter ein grosses Gebaeude errichtet und neue Versuchsgelaende zur Verfuegung gestellt. Mit einer relativ kleinen Arbeitsgruppe (5 Wissenschaftler, 3 Forstbeamte, 4 Techniker, 1 Fachgaertner, 16 Arbeiter) ist das Institut nun zustaendig fuer 460 ha Versuchs-Flaechen, ueberwiegend in Hessen aber auch in anderen Gegenden Deutschlands.

Ein grosser Teil der Taetigkeit dieser Einrichtung widmet sich dem Studium zahlreicher Waldgattungen. Im Pappelbereich betrifft das besonders das Schaffen von und das Experimentieren mit neuen Klonen sowie Studien ueber den Balsambaum und die Zitterpappel.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Institutsleitung ist das Umsetzen der Versuchsergebnisse in die Praxis. Besondere Aufmerkamkeit gilt der Sorgfalt bei der Arbeit mit Neu-Erwerbungen, der Kontrolle ihrer Widerstandsfaehigkeit und den Besonderheiten in der Holzbeschaffenheit. Die neuen Typen sollten formbar sein, deshalb verlangen die deutschen Experten, dass eine Vielzahl von genetischen Moeglichkeiten verfuegbar erhalten bleibt, was hier in der Pappelkultur bedeutet, dass man synthetische Arten zuechten moechte, die aus verschiedenen Klonen bestehen, die man ueberdies gemischt auspflanzt, neue erhaltene Klon-Arten, die denen zugefuegt wurden, die bei der deutschen Pappelkultur bis etwa 1965 bereits vorhanden waren.

Neueste Verbesserungs-Ergebnisse bei Pappeln.

Deutsche Experten, besonders aus Hessen, sind der Meinung, dass die Pappel sich sehr gut dazu eignet, grosse Holz-Mengen zu liefern unter der Bedingung, dass man die ausgesprochen vielfaeltigen Faehigkeiten dieser Baumgattung nutzt. So kann sie zum Beispiel auf Boeden wachsen, die sehr verschieden sind von ihrem gewohnten Standort, wenn man sorgfaeltig den Bezirk oder die Schonung im Zentrum des Anpflanzungsgebietes waehlt.

So ist es moeglich, gleichzeitig auch landschafts-gestalterisch taetig zu sein; mann kann:

- Waldgebiete bereichern, die arm an Baumarten sind,

- Gebiete ausserhalb von Waeldern, die oft nur wenig Bestand an Baeumen und Gehoelzen besitzen, besser gliedern, abwechslungsreicher gestalten.

In diesem Fall spielt die Holzgewinnung eine untergeordnete Rolle, obwohl sie trotzdem existiert. Wo es darum geht, eine Kultur anzulegen, wird man sich mit Erfolg der Pappel bedienen: Sie ist faehig, sich in einer Mischung mit anderen Baumarten genau so gut innerhalb wie ausserhalb von Waeldern zu entwickeln, unter Milieu-Bedingungen, die weit weniger guenstig sind als die gewohnten eigens fuer den Pappelanbau gewaehlten Gebiete. Um diese Charakter-Eigenschaften naeher zu erklaeren, soll nun die Formen-Vielfalt der Pappeln genauer beschrieben werden.

Die Pappel-eine vielgestaltige Pflanzengattung.

Bei der Pappel unterscheidet man etwa 30 verschiedene Arten, die sich in 5 Hauptgruppen gliedern. Erscheinungsbild, Verhalten und Beduerfnisse sind bei den einzelnen Baumarten grundverschieden. Manche von ihnen werden niemals hoeher als 18 m: wie zum Beispiel die Euphrat-Pappel. Die Balsambaeume der Westkueste der Vereinigten Staaten und Kanadas dagegen erreichen eine Hoehe von 40 m. Ein bedeutendes Unterscheidungsmerkmal zeigt sich auch in der Form der Blaetter: waehrend die des amerikanischen Balsambaumes aus dem mittleren Western sehr schmal sind (sie aehneln den Blaettern des Mandelsbaumes), sind die der Lasiocarpa - Pappel hingegen (eine chinesische Pappel, die keine technische Verwendung findet) ausgesprochen breit.

Auch ist das oekologische verhalten der Pappeln sehr unterschiedlich. Zitterpappeln findet man jenseits des Poplarkreises: Sie vertragen eine temperatur unter - 55°C. Andere Arten, Nachbarinnen der Euphrat-Pappel, leben in der Naehe des aequators.

Verschiedenheit bei klimatischen un edaphischen 

(Bodenbeschaffenheit betreffend) Anforderungen der Pappeln.

Schwarz-Pappel (Herkunft Europa, Asien oder Amerika) und ihre hybriden verlangen Waerme und Licht. Die vegetations-zeit muss mehr als 150 tage betragen, bei einer mittleren temperatur von 14°C und darueber. Der boden muss belueftet sein, durchlaessig fuer Wurzeln, reich an Nahrungs-Stoffen, gut bewaessert.

Balsam-Pappeln (Herkunft Amerika und Asien) sind anspruchsloser. So lebt zum beispiel der Balsambaum aus dem Osten des amerikanischen kontinents, Populus trichocarpa, in Gemeinschaft mit der Vancouver-Tanne und der Sitka-Fichte in einer weiten Feucht-Zone an der Pazifik-Kueste der Vereinigten Staten und Kanadas aber auch bis zu einer Hoehe von 1.500-2.000 m.

Die Maximowiczii-Pappel, eine balsam-pappel des aeussersten Orients, lebts in Gesellschaft mit einer ganzen Gruppe von Wald-und Landbaeumen. Ihre vegetations-zeit kann kuerzer und weniger warm sein als die der Schwarz-Pappeln (130 tage, 13°C) die Bodentiefe geringer, die Wasserversorgung muss nicht gleichbleibend sein.

Silber-Pappeln (weisse Pappeln un Zitter-Pappeln) sind noch weniger anspruchsvoll, was nicht immer ganz fuer die Weiss-Pappeln zutrifft, aber viel verbreitet bei den Zitter-Pappeln ist, die sich mit fast trocknen, duennen Erdschichten zufrieden geben. Die vegetations-zeit koennte nach meinung deutscher Autoren in der Regel 120 tage betragen; tatsaechlich ist bekannt, dass man in Nors-Amerika die falsche Zitter-Pappel (P. tremuloides), deren natuerliches Wachstums-Gebiet sehr ausgedehnt ist, im Norden von Québec finden kann, dort wo die Dauer dieser guenstigen Jahreszeit in der Regel nur 100 Tage betraegt. Sie tritt bis zu der Hoehe 3.000 m auf.

Die stark gezahnte Zitter-Pappel Nord Amerikas lebt in einem weitaus weniger ausgedehnten Gebiet; ihre Lebenszeit betraegt 60-70 jahre. Das Verhalten der amerikanischen Zitter-Pappeln scheint in Deutschland wesentlich besser zu sein als das der europaeischen, selbst der aus der Skandinavischen Laendern stammenden. Das verhalten der grauen Pappeln, hybriden aus Zitter-und Weiss-Pappeln, gleicht einer, symbiose aus den ihrer Eltern (sie bevorzugen mehr oder weniger fruchtbare Boeden, bei einer vegetations-zeit von 140 tagen, einer mittleren temperatur von 13,5°C, d,h. fast den gleichen Lebensbedingungen wie die der Schwarz-Pappeln).

Die vertreter jeder dieser einzelnen Gruppen, Schwarz-, Balsam- und Zitter- Pappeln lassen sich entsprechend ihrer lebensbeduerfnisse von einander ab-grenzen. Ihre Wachstums-Zeit betraegt etwa 30 jahre, manchmal mehr, dann aber sind ihre Staemme sehr dick. Das Wachstum belaeuft sich auf einem jahrlichen Mittelwert von 24 m3 bei einer Dichte von 204 baeumen pro hektar.

Balsam-Pappeln gedeihen auf fruchtbaren boeden von marsch-taelern weniger gut als Schwarz-Pappeln, koennen jedoch ein zufrieden stellendes ertrags-ergebnis erzielen, wenn der Schlamm von Sand un Kies begleitet wird, der gehalt an nahrungsstoffen einen mittelwert so gerade eben nicht ueberschreitet; die wasserversorgung muss jedoch reichlich sein. Deutsche Autoren sind der Meinung, dass die Balsam-Pappeln sich so verhalten wie die uns ausreichend bekannte Art, die "Fritzi-Pauley", die wind-empfindlich ist (mit dem Risiko von Wipfel-Bruch und Wachstums-Reduzierung durch Schliessen von Stomaten). Allerdings gibt es da auch individuelle Unterschiede. Der vorzug der Balsam-Pappeln ist ihre Widerstandsfaehigkeit anderen Pflanzenarten gegenueber, die ihre Verwendung in Waeldern erlaubt. Die Lebensdauer von Trichocarpa - Pappeln (Black cotton der Americaner oder Schwarz-Pappeln, offensichtlich vom namen her leicht zu verwechseln) betraegt 60 bis 80 jahre; die wirtschaftliche Reife-zeit belaeuft sich auf 30 jahre.

Nicht alle Weiss-und Zitter-Pappeln eignen sich fuer Anpflanzungen in Waeldern. Zur bereicherung von waeldern scheinen sich Weiss-Pappeln schlecht verwenden zu lassen. Dagegen sind sie geeignet zur Einrichtung von Wind-Brechern, und lassen sich and der Kueste von salziger Gischt nicht stoeren. Zitter-Pappeln und ihre hybriden zeichnen sich durch ihre genuegsamkeit und schnelles Wachstum in der jugen aus. Sie fuehlen sich wohl in der Gemeinschaft mit zahlreichen anderen Pflanzen-Arten, was ebenso gut fuer die Zitter-Pappeln Europas und Asiens zutrifft wie fuer ihre Kusinen aus der neuen welt.

Schaffung neuer Sorten

Deutsche Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wahl der Sorten Ausschlag gebender ist als die der Duengung und oft ganz allgemein wichtiger selbst als alle anderen Formen der Pflanzen-Bearbeitung. Wie in anderen Forschungsanstalten ueblich, versucht auch das Hannoversch-Muendener Institut sich mit Ueberlegnung der Schaffung von ertragreicheren Pappel-Arten zu widmen. Dabei gibt es mehrere Moeglichkeiten: eine bestcht darin, die Anzahl der chromosomen zu erhoehen, polyploide zu schaffen, um die Pappeln, eigentlich tetraploide und ungeeignet als eltern-generation, mit diploiden verwandten zu kreuzen. Es handelt sich hier also um einen besonderen Fall von Kreuzung, die-wie bei anderen-eine selektion der zu kreuzenden individuen voraussetzt. Nach der auswahl von individuen mit den gewuenschten charakter-eigenschaften, folgt die kreuzung gexoehnlich in Gewaechshaeusern, wobei man methoden anwendet, deren man sich schon lange bedient und die im aufpropfen auf die weiblichen zweige besteht.

Die wahl fiel besonders auf Schwarz-Pappeln (P. deltoides) und Balsam-Pappeln (P. trichocarpa) der Vereinigten Staaten. Bei einer gewissen anzahl von qualitative guten Baeumen erntete man samen, die die Einrichtung von familien ermoeglichten und gleichzeitig auch die Gewinnung von Stecklingen. Ausgehend von diesen familien (durch auswahl unter den saemlingen) und den stecklingen ist es moeglich:

- ueber sorten zu verfuegen, die wertvoller sind als die gewoehnlich in Deutscheland existierenden und die man direkt zum anbau verwendet;

- kreuzungen auszufuehren, um pflanzen-individuen zu schaffen, die die positiven eigenschaften ihrer eltern in sich vereinigen.

Man bediente sich dieser beiden methoden bei der gattung der P. deltoides. Eine erste auswahl wurde unter einer anzahl von samen getroffen, die 1952 (unter der bezeichnung 5-2) durch Scott J. Pauley aus dem sueden von Illinois (in den vereinigten staaten) verschickt wurden. Aus ihnen extrahierte man klone "Marquette" und "Peoria" in Deutschland (wahrend man gleichzeitig in Italien 'Lux" und in Frankreich "Alcinde" selektionierte).

Diese klone der deutschen auswahl hatten befriedigende ergebnisse im hinblick auf staerke, form und widerstands-faehigkeit gegen krankheiten, verlangten jedoch fruchtbare boeden und mildes klima. Fuenf weitere Pappeln derselben herkunft werden in Darmstadt ausprobiert: Sie sind im vergleich besser als die euro-amerikanischen hybriden. Ihre Widerstands-Fahigkeit Krankheiten gegenueber ist kaum bekannt. Einen fehler haben sie: Stecklinge lassen sie bei ihnen nur schwer gewinnen.

Im Hinblick auf die auswahl bei Balsam-Pappeln wurde bedeutende arbeit geleistet. Reisen nach Amzrika in den jarhen 1973 und 1975 erlaubten das auffinden von qualitativ guten Baeumen und das ernten ihrer samen. Auf diese weise geland es, 26 "Provenienzen" zu gruppieren und sie in 4 anbaugebieten mit unterschiedlichen bedingungen in abstaenden regelmaessig zu kontrollieren und zu vergleichen. Die Boden-Verhaeltnisse sind fuer die pappelkulturen guenstig, die mittleren temperaturen der vegetations-zeit betragen etwa 14°C. Je nach anpflanzungen und nach provenienzen wurden erhebliche unterschiede im verhalten beobachtet.

Im allgemeinen ist das verhalten vom geographischen ursprungs-ort abhaengig. Die besten provenienzen stammen aus dem Western des Staates Washington, insbesondere aus dem flusstal des skagit, nicht weit von seiner Muendung. Dagegen zeigen die Pappeln mit herkunft aus samen, die im inneren des Staates Washington geerntet wurden, empfindlichkeit gegen rost-krankheiten. Das verhalten der Balsam-Pappeln vom Oregon ist heterogener. Die entwicklung ist ueppig und die Widerstands-Kraft gegen rost-krankheiten beachtenswert. Staerke und Fuelle der Zweige variieren ebenso entsprechend der geographischen herkunft. Am besten, auch im Hinblick auf diese charakter-eigenschaft, sind die pflanzen aus dem Westen von Washington. Pappel-"Nachfarhen" von Eltern aus Britisch-Columbien zeichnen sich durch schwaches astwek aus, sind aber nur von langsamen wachstum.

Natuerlich werden die deutschen forscher weiterhin die Balsam-Pappeln in den Versuchs-Anstalten beobachten und kontrollieren. Und die klassifierungen koennen in der folge modefiziert werden; Mindestens 10 jahre beobachtungs-zeit sind vermutlich notwendig, bevor man im Stande ist, den Wert der klone, die aus diesen unterschiedlichen provenienzen stammen, endgueltig festzulegen.

(translation : M. Le Coustumer - february 2007)